Nachrufe für Jörg in Erinnerung und Ehrung – Würdigungen aus dem Freundeskreis

In memoriam Jörg Baumann (24. Mai 1966 bis 28. Januar 2025)

zum 28. Januar 2026 und 15. Juni 2026 – 500 Tage ohne ihn

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Ein Leben voller Wärme und Inspiration

Jörg ist im vergangenen Jahr nach schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren verstorben. Es fällt uns schwer, das zu schreiben, weil er für uns über Jahrzehnte ein sehr wichtiger Freund war – wir haben uns im Studium kennengelernt und vor etwa 35 Jahren über einen langen Zeitraum viel Zeit miteinander verbracht. Wenn wir an ihn denken, hören wir als Erstes sein Lachen. Er hatte diesen besonderen Humor, der eine Runde sofort leichter machte. Legendär war, dass er„Das Leben des Brian“ nahezu auswendig zitieren konnte – und bei fast jedem Treffen tauchten diese Sätze wieder auf, ein liebevoller Running Gag, der einfach zu ihm gehörte – Romanes eunt domus…Wir hatten beide am 24. Mai Geburtstag, und Rainer am 18. Mai – ein gemeinsames Feiern hat sich dadurch fast von selbst angeboten und wurde über die Jahre zu einer festen Tradition – „Rettenbach“. 

Und auch als das Leben uns in unterschiedliche Richtungen getragen hat, ist der Kontakt nie abgerissen. Wir sind dankbar für alles, was war – und sehr traurig darüber, er fehlt uns. Unsere Gedanken sind bei Sabine und allen, die ihn auch vermissen.

Bettina & Rainer, „die Schatzis“ aus München, am 1. Februar 2026

Gedanken an Jörg Golo Baumann

Denke ich an den Jörg, dann sehe ich einen besonderen Jugendfreund vor mir.
Diese Jugendfreundschaft gehört zu den zeitlosen Freundschaften, weil sie in einer zwanglosen, freien Umgebung entstand.

Wir haben viel Freizeit miteinander verbracht, in einer Zeit, in der sich sehr viel im Leben eines Menschen ändert, Schule, Studium, Lebensbeziehungen, Berufswahl.

Die ernsten Themen des Lebens waren dabei vorwiegend Nebensache, wir wollten Zeit miteinander verbringen und dadurch entstand eine unerschütterliche Vertrautheit und gegenseitiger Respekt.

Jörg war immer schon ehrgeizig, dabei aber nie verbissen. Bei den Spieleabenden wollte er immer gerne gewinnen, hat sich dann aber am meisten über die spannenden Partien und Schlachten gefreut, auch wenn andere gewannen.

Auch in Diskussionen ging es oft hoch her und Unbeteiligte konnten den Eindruck gewinnen, dass im nächsten Moment die Messer gezückt werden. Dabei blieb Jörg zwar in der Sache hart, wurde aber nie persönlich und am Ende der Diskussion wurde das Thema mit einem gemeinsamen Bier begossen und alles war wieder gut.

Was hat uns neben der Freude an Spielen noch verbunden?
Jörg war ein Jazzfan und ein Filmfan, wobei es ihm Monty Phytons schwarzer britischer Humor besonders angetan hat.
Mit Zitaten aus Monty Phyton und Blues Brothers konnten wir ganze Abende bestreiten.

Und Jörg war ein Freund von Wortwitz. Gemeinsam Lachen gehörte zu den wesentlichen Verbindungelementen unserer Freundschaft.

Wir sind für unser Leben froh und dankbar, gemeinsam mit Jörg in dieser Jugendclique zum harten Kern gehört zu haben.
Solche Freundschaften bestehen über den Tod hinaus.

Hubert und Kerstin Weber aus München, 25. Januar 2026

„In der Schulzeit und Studienzeit sahen wir uns oft und haben viele schöne Unternehmungen zusammen gemacht. Mit Jörg konnte ich immer herzhaft lachen. Wir hatten eine Menge Spaß, gingen mit Freunden ins Kino, übertrafen uns mit Filmzitaten und diskutierten nächtelang, bis die Köpfe rauchten.

Ich schätzte Jörg sehr für seine liebenswerte Art und seinen Humor. Er war ein Freund zum „Pferde stehlen“. Ich dachte, wir hätten noch so viel Zeit für ein nächstes Wiedersehen, aber dann kam es anders. Ich vermisse ihn und werde ihn immer in meinem Herzen tragen.“

Astrid aus München, 1. Februar 2026

Moin liebe Sabine und natürlich Jörg. Denn der ist immer bei Dir.

Du hast mich gebeten einen Beitrag zu dem Nachruf von Jörg zu schreiben. Das mache ich natürlich sehr gerne.

Ich bin eigentlich der Meinung das nirgendwo so viel gelogen wird wie auf Beerdigungen und bei Nachrufen. Da wird aus einem schlimmen Menschen ein Heiliger gemacht.

So. Nun zu Jörg. Ich habe mich wirklich angestrengt auch seine negativen Eigenschaften zu finden. Tut mir leid……..Ich finde keine. Ich habe selten so einen Ehrlichen und Positiven Menschen getroffen. Wenn Fragen und egal in welcher Art wurden diese ohne jegliche Form von Überheblichkeit und rücksichtsvoll beantwortet. Und das mit hoher Sachkenntnis zu jedem Thema.

Auch wenn mal eine Unstimmigkeit bei Euch beiden aufkam, hat Jörg das eher mit Humor betrachtet. Denn seine unerschütterliche Liebe zu Dir war immer für mich sichtbar und spürbar.

Leider werden solche Menschen sehr früh im Himmel gebraucht. Die schlechteren dürfen ja etwas länger hier ihr Unwesen treiben. Damit sind natürlich nicht die Leser dieser Zeilen gemeint.

Viele liebe Grüße und eine dicke herzliche Umarmung,

Rainer & Sabine aus Niebüll

Wir erinnern uns an Jörg als einen humorvollen, lebensfrohen Menschen der es liebte um für euch zu kochen und das konnte er auch wirklich gut wie du immer gerne erzählst. 

Er hatte viel Sinn für Humor – haben wir doch alle drei von euch ein Asterix und Obelix T-shirt geschenkt gekriegt, die er natürlich ausgesucht hat, denn diese Comics liebte er selber auch. 

Wir denken heute an dich, liebe Sabine, in dem Bewusstsein, wie schmerzlich sein Fehlen für dich ist und wie groß auch für die Wissenschaft und eure Arbeit. 

Er hat viele schöne Erinnerungen hinterlassen. 

In stillem Gedenken zum ersten Jahrestag.

Maria & Gerben mit Anna aus den Niederlanden

Manche Menschen hinterlassen nur Ordnung, andere hinterlassen Spuren. 

Jörg gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Wer ihn kannte, weiß: Kochen war für ihn keine Tätigkeit, sondern ein Ereignis. Mit großer Leidenschaft, vollem Einsatz – und einer Küche, die danach aussah, als hätte das Chaos persönlich mitgekocht. Ordnung war optional, Genuß, Pflicht und irgendwie schmeckte es am Ende immer großartig. 

Beruflich war er ein brillianter Wissenschafler, ein kluger Kopf mit unermüdlicher Neugier. Seine Arbeit zeugt von großer Präzision, Verantwortungsbewußtsein und dem Wunsch , die Welt ein Stück besser und sicherer zu machen.  

Wir nehmen Abschied von einem besonderen Menschen und behalten ihn so in Erinnerung, wie er war: klug, leidenschaftlich, chaotisch, herzlich und unvergessen.  

In tiefer Verbundenheit,

Familie Hechel aus Franken, 22. Januar 2026

Blog post No. 271