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PANIK ODER IGNORANZ – DIE GOLDENE MITTE WÄRE WÜNSCHENSWERT

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zurück zu unserem Blog. Weiterhin versorgen wir Sie gerne mit unserem Fachwissen und unserer Erfahrung, die wir über 25 Jahre in den USA und in Europa gesammelt haben. Wir arbeiten an Infektionskrankheiten, und haben an unterschiedlichen wissenschaftlichen Einrichtungen und in internationalen Laboratorien gearbeitet. Mittlerweile haben wir unsere eigene Firma gegründet, um unserezahlreichen Weiterentwicklungen, Ideen und Erfindungen anbieten zu können, denn hier gibt es sehr viel Bedarf.

Wir haben beobachtet, dass viele Menschen in Deutschland auf das neue Coronavirus in zwei extreme Richtungen tendieren: entweder panisch oder ignorant.

Wir empfehlen die goldene Mitte: Informieren Sie sich und hinterfragen Sie Ihr soziales Verhalten und Ihre Hygiene zum aktuellen Zeitpunkt in einer Ausnahmesituation, die ernst genommen werden muss. Übernehmen Sie Verantwortung für sich und Ihre Umgebung!

Auch wenn Sie kein Verständnis für manche Empfehlungen haben, Fachleute und Wissenschaftler/innen sind sich im Großen und Ganzen einig, und wissen, was zu tun ist. Bitte vertrauen Sie auf uns.

Deutschland wird nicht das selige Land bleiben, an deren Grenze das Virus eine Kehrtwende macht.

Im Gegenteil, es ist hier bereits mit einer unschätzbaren Dunkelziffer (zur Erinnerung, die meisten Fälle verlaufen milde) verbreitet. Deshalb kommen die empfohlenen Maßnahmen des Robert-Koch-Instituts reichlich spät. Menschen, die aus Infektionsgebieten kommen, bilden nicht mehr die alleinige Risikogruppe. Ein Beispiel ist die flächendeckende Verbreitung des Coronavirus an der Westküste im Bundesstaat Washington in den USA mit großteils mildem Krankheitsverlauf.

Eine Nachverfolgung der Infektionskette ist meist nicht möglich oder verlässlich, denn: Erinnern Sie sich an jede Person, mit der Sie im Verlauf der letzten zwei Wochen interagiert haben? Wir denken, dass das nicht möglich ist. Außerdem betrifft diese Frage bereits zu viele Menschen in der Bevölkerung.

Empfehlungen für die Menschen, die in Panik verfallen:

Hamsterkäufe sind unnötig. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in Deutschland nach wie vor sicher. Es ist generell sinnvoll, ausreichend Lebensmittel für 1-2 Wochen zuhause zu haben, aber es gibt keinen Grund, sich auf viele Wochen oder Monate mit Lebenmitteln einzudecken. Sie bleiben am Ende auf vielen Dingen sitzen, die Sie gar nicht brauchen! Hamsterkäufe haben leere Regale zur Folge, das bedeutet, dass Personal am Wochenende und abends in zusätzlichen Arbeitsschichten Regale auffüllen muss….. Dies ist unnötig.

Natürlich hat vor allem die Situation in China zu Lieferengpässen in manchen Wirtschaftzweigen geführt. Doch selbst wenn Sie aufgrund von Lieferengpässen auf Ihr neues Auto oder Smartphone warten müssen, ist das nicht lebensbedrohlich.

Wir (Sabine und Jörg) haben wenig Zeit und wenig Lust auf Einkäufe, daher kaufen wir ein- bis zweimal pro Monat die notwendigen Dinge ein – ohne zu hamstern.

An die Menschen, die meinen, ein Mundschutz würde sie schützen: Normale Masken schützen Sie nicht. Sie wiegen sich in falscher Sicherheit. Viren sind viel zu klein, um von diesen Masken aufgehalten zu werden. Professionelle Filtermasken müssen richtig angewendet werden, dies kann nur geschultes Fachpersonal, daher sind sie für Laien nutzlos. Professionelle Filtermasken sind für medizinisches Personal und Infektionswissenschaftler/innen vorgesehen, also für Fachleute, die den ganzen Tag dem Risiko ausgesetzt sind, sich infizieren zu können. Bitte geben Sie Ihren gehamsterten Mundschutz bei Krankenhäusern oder dem Gesundheitsamt ab. Hier fehlen die Masken, die Sie gekauft haben, und nicht verwenden können.

Das gleiche gilt für geeignete Schutzkleidung und gehamsterte Desinfektionsmittel.

Zu einer gewissen Grundhygiene in einem Haushalt gehört nicht nur regelmäßiges Händewaschen mit Seife, sondern ein regelmässiger Kleidungswechsel. Menschen, die wochenlang die gleiche Kleidung tragen, machen etwas Sinnvolles, diese nun zu waschen.

Kleiner Hinweis an medizinische Einrichtungen: Desinfektionsmittel kann einfach durch 70 % Industriealkohol (Isopropanol oder Ethanol) ersetzt werden. Notfalls 96 % Industriealkohol einkaufen und entsprechend verdünnen. Berechnen Sie die Dichte aber mit ein, sonst enden Sie nur mit einem 60 % Alkoholgemisch, das nicht ausreichend desinfizierend ist. 70 % sind als Desinfektionsmittel geeignet, keine andere Konzentration funktioniert!

Sollten Sie Probleme in der Berechnung mit Einbezug der Dichte haben, ziehen Sie bitte Fachliteratur bzw. Standard-Protokolle zu Rate.

Das Robert-Koch-Institut hat jetzt ein flow chart (Flussdiagramm) für medizinisches Personal und Ärzte/innen herausgegeben. Mit Verlaub: Vieles ist nicht machbar in Arztpraxen oder Kliniken: Ein Isolationsraum muss erst einmal vorhanden sein, und nach Besuch eines möglicherweise Infizierten bitte desinfiziert werden.

Auch die Aufforderung, jeden COVID-19 positiven Menschen stationär aufzunehmen, ist ein Wahnsinn. Das geht mit ein paar wenigen hundert Fällen in Deutschland, aber darüber hinaus? Häusliche Quarantäne reicht aus, es sei denn, die Symptome werden lebensbedrohlich.

Eine häusliche Quarantäne heisst, dass das ganze Haus mit allen Bewohnern unter Quarantäne steht, und nicht mögliche Überträger/innen das soziale Leben weiter pflegen, als wäre nichts geschehen. Unser Appell an Sie: Tragen Sie selbst Verantwortung anderen Menschen gegenüber, denn sollte in Ihrem Haus jemand infiziert sein, dann fungieren Sie bereits als Überträger/in. Verlassen Sie sich nicht nur auf unsere Gesundheitsämter.

Zu den ignoranten Menschen in unserer Bevölkerung:

Bitte nehmen Sie die Situation ernst, denn sie ist es. Keiner kann eine Kristallkugel zu Rate ziehen. Wir haben die Möglichkeit eines für uns vorteilhafteren epidemischen Verlaufes, wenn die Natur mitspielt und die Bevölkerung ebenfalls, oder eines viel schlechteren Verlaufes. Wir hoffen auf ein wenig Glück. Denkweisen, wie „es wird mich schon nicht erwischen“, sind nicht angebracht. Ein Land der Seligen gibt es nicht. Bitte überdenken Sie Ihr Verhalten, verbessern Sie es, wenn Sie können, und übernehmen Sie Verantwortung für sich und für andere. Danke dafür.

Eine Preiserhöhung für notwenige Artikel in dieser Notsituation ist unethisch. Wir plädieren dafür, dass dies von Seiten der Regierung verboten bzw. geahndet wird. Eine Notsituation in einem Land für schnelle Profite auszunutzen, ist obszön. Dies betrifft Preiserhöhungen für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel, Mundschutzmasken, Einmalhandschuhe, usw. und die Preisgestaltung für Schnelltests. Wir appellieren an Ihre Ethik, liebe Freundinnen und Freunde.

Zum Abschluss ein kleiner satirischer Hinweis: Corona gibt es im Getränkehandel, in Kneipen und Restaurants. Corona – eine mexikanische Biermarke – freut sich über die kostenlose Werbung.

Ist es zuviel verlangt, fünf Silben auszusprechen? Coronavirus.

Bleiben Sie aufmerksam und informiert, und verzeihen Sie unsere Direktheit, mit Wattebäuschchen können wir einer Infektionskrankheit wie COVID-19 nicht begegnen. Auch im Laboralltag wird genau und exakt gearbeitet und gesprochen, anders funktioniert ein gutes Labor nicht. Es ist wie in einer guten Küche. Gutes Essen wird auch nicht irgendwie gekocht und angebrannt serviert.

In diesem Sinne bleiben Sie dabei,

Sabine und Jörg