SOMMER update – August 2021

… mit den aktuellen Meldungen zum 29. Juli 2021

und Sabines persönlichen Empfehlungen zu Musik und Literatur

Der SAJO Blog bietet seit Februar 2020 einen Leitfaden mit aktuellen Informationen und Empfehlungen zur SARS-CoV-2 Pandemie.

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

heute schreiben wir ein update zur viralen Entwicklung, und Sabines Tipps für den Sommer, die Urlaubszeit.

Für viele Menschen in unserem Land fällt der Sommer aus, denn wir hatten große Unwetterkatastrophen, mit Überflutungen, die viele Menschen nachts überrascht haben. Viele haben ihre Häuser, einige haben ihr Leben verloren, es gab viele Verletzte. Existenzen sind bedroht, und Menschen sind verzweifelt. Solidarität war gut zu sehen, Zusammenhalt und Hilfe. Wir drücken für alle die Daumen, dass das Wasser weiter zurückgeht, und die Aufräumarbeiten fortgesetzt werden können. Wir können uns nicht daran erinnern, jemals so eine Katastrophe in Deutschland gesehen zu haben. Vielleicht sollten sich die Gemeinden, Bund und Länder die Pläne der Wasserwirtschaft ansehen und überarbeiten. Falsche Planungen, zu enge Rohre, die Versiegelung von Flächen, die Begradigung von Flüssen, die Trockenlegung von Auen, usw., fehlgeleitete Landwirtschaft, falsche Forstwirtschaft führen dazu, dass die immer häufigeren, durch den Klimawandel befeuerten Unwetter und Katastrophen große Schäden anrichten. Das Wasser findet seinen Weg, auch dorthin, wo es Städte und Landstriche in Konsequenz verwüstet bzw. verwüsten wird. Wir befürchten, dass die Veränderung des Klimas schneller vorangeht als befürchtet. Mit dem gesetzten Schwerpunkt auf die Wirtschaft mit veralteten klimaschädlichen Geschäftsmodellen, mit falschen Planungen, richten wir unseren Planeten zu Grunde. Ganze Landstriche werden in absehbarer Zeit nicht mehr bewohnbar sein.

Die Klimaveränderung, unser gewohnter Lebensstil begünstigen auch Pandemien. Alles hängt wie ein Uhrwerk zusammen, Zahnräder greifen ineinander. Wenn dieses System aus dem Gleichgewicht kommt, dann hat das Folgen. Die Vorstellungskraft der Menschen hört hier auf. Wir können uns scheinbar nicht vorstellen, was auf uns zukommt.

Beim Klimawandel und bei der Entwicklung von Pandemien ist die Stellschraube, das Zeitfenster, Unheil abzuwenden, sehr eng. Hoffentlich, und hier sind wir uns nicht sicher, haben wir dieses Zeitfenster nicht bereits verpasst. Es ist bereits sehr spät. Wir müssen vieles ändern. Zügig.

Neuigkeiten zur Entwicklung der Pandemie und der Delta-Variante:

Die Pandemie nimmt in einzelnen Ländern an Geschwindigkeit auf. Dafür verantwortlich ist die Delta Variante des SARS-CoV-2 Virus, die effizienter übertragen wird. Das Virus hat sich verändert, es hat die Fähigkeit erworben, sich über Immunantworten und teilweise die Impfung hinwegzusetzen. In Großbritannien, Israel und den USA sind bereits viele Menschen geimpft. Trotzdem lässt die Delta Variante die Infektionszahlen dort deutlich ansteigen. Wissenschaftlich bedeutet das, dass das Virus eine ERHÖHTE FITNESS erworben hat – das ist eine erste, noch milde (!), Escape-Variante, die wir beobachten.

In der KW 26 (28.6. – 4.7.) zählte die Johns Hopkins University 3552 gemeldete SARS-CoV-2 Neuinfektionen in Deutschland. In der KW 27 (5.7. – 11.7.) wurden bereits 5262 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 46 % mehr Infektionen als in der Vorwoche. In der KW 28 waren es bereits 8504, ein Anstieg von 61 % zur Vorwoche, und letzte Woche waren es wieder mehr Neuinfektionen (10782). Innerhalb von zwei Wochen haben sich die Infektionszahlen mehr als verdoppelt, und es steigt weiter an. Europaweit verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg. Weltweit sind Infektionswellen, verursacht durch diese neue Variante, deutlich heftiger ausgefallen als die Infektionswellen zuvor. Wir gehen davon aus, dass die beginnende Welle in Deutschland, abhängig vom Verhalten der Menschen und von den politischen Vorgaben, ebenfalls signifikant höher ausfallen wird als bisher angenommen. Als Virologen warnen wir, wir selbst haben sehr viel Respekt vor diesem Virus, das auch in jüngeren Menschen, Jugendlichen und auch Kindern, viel Schaden anrichtet. Gleichzeitig beobachten wir, dass keine Maßnahmen von Seiten der Politik, der Wirtschaft und in Bildungsinstitutionen, Schulen getroffen werden. Der Wunsch vieler Anpassungsscheuen nach einem Leben wie vor der Pandemie wird in den nächsten Jahren nicht in Erfüllung gehen. Die Welle ohne Schutzmaßnahmen in Kauf zu nehmen, ist keine Alternative, denn der Schaden wird zu groß werden. Schutzmaßnahmen (FFP-2 Masken, Abstand und Hygiene) müssen weiterhin angewendet werden, trotz Impfung oder durchlebter COVID-19-Erkrankung.

Was macht die Delta-Variante so gefährlich?

Die Delta-Variante ist a) viel besser übertragbar, b) die Inkubationszeit ist von 6 auf 4 Tage verkürzt, und c) Patient*innen produzieren viel mehr Viruspartikel (über 1000-fach mehr). Dadurch wird auch mehr Virus ausgeschieden. Die Delta-Variante wird sich weltweit nicht mehr aufhalten lassen. Die Situation bietet einen hervorragenden Nährboden für neue Varianten, die nicht lange auf sich warten lassen. Darüber herrscht in der internationalen Wissenschaft Einigkeit.

https://www.nature.com/articles/d41586-021-01986-w

Vorgestern haben die amerikanischen „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) ihre Richtlinien zum Mund-Nasen-Schutz an die neuen Entwicklungen angepasst. Sie empfehlen nun auch vollständig Geimpften das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit, dort wo kein Abstand eingehalten werden kann. Grund dafür war die Erkenntnis, dass die jetzt bereits weit verbreitete Delta-Variante auch Geimpfte infizieren kann, und auch von diesen weitergegeben wird.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/vaccines/fully-vaccinated.html

Ist eine Impfpflicht angemessen?

Eine Impfung für entsprechende Berufsgruppen, die mit betagten oder kranken Menschen zu tun haben, sowie Lehrpersonal, ist sinnvoll. Wir gehen nicht so weit wie Frankreich, eine Impfpflicht in Deutschland zu fordern, sondern wir hoffen auf die Vernunft der Berufsgruppen, denn für sie herrscht eine Sorgfaltspflicht ihren Patient*innen/Klient*innen gegenüber. Außerdem sollten Berufsgruppen geimpft sein, die viel mit Menschen Kontakt haben, in Büros, in Geschäften, generell in Räumen.

Ein Hin- und Hertragen zwischen Haushalten gilt es zu vermeiden. Es ist mittlerweile klar, dass Geimpfte, die sich mit dem Virus infiziert haben, auch Virus ausscheiden, wenn auch weniger. Bekannt ist, dass der Impfschutz deutlich geringer bei der Delta-Variante ausfällt. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, weiterhin die Schutzmaßnahmen, wie FFP2-Masken, Abstand und das Querlüften von Räumen (Luftaustausch mehrmals pro Stunde) einzuhalten. Eine Vorbereitung auf Herbst/Winter und eine langfristigere Planung sind zu empfehlen. Wir erläutern in diesem Post, warum das so ist.

Die Abwägung einer Impfung von Jugendlichen ab 12 Jahren

Die Frage, ob junge Menschen ab 12 Jahren geimpft werden sollen, wird von der Wissenschaft und von Kinderärzt*innen diskutiert. Es gibt viele Argumente dafür, nur wenige dagegen, wie auftretende Herzmuskelentzündungen, die wieder verschwinden bzw. gut behandelt werden können. Das Risiko dafür ist sehr gering.

Das stärkste Argument, jüngere Menschen nicht zu impfen, entsteht in vielen Ländern aus Mangel an Impfstoff. Hier hat die Politik entschieden, die Impf-Priorität auf die Risikogruppen, meist höheren Alters, zu setzen. Wir sehen dies ethisch etwas differenziert, denn Kinder und Jugendliche sind die Zukunft jedes Landes. Auch wenn an zweiter Stelle gesetzt, sollte man jetzt, nach mehr als einem Jahr Pandemie, an diese Generation denken. Wenn genug Impfstoff vorhanden ist, dann ist die Impfung von Kindern sinnvoll.

Gegen Krankheiten, die erfolgreich durch Impfungen eingedämmt werden können, sollte geimpft werden. Dies war bis jetzt immer ein erfolgreicher Weg. Es ist sicherlich immer auch eine persönliche Entscheidung, eine Entscheidung des Gefühls, das allerdings keine Entscheidung des Verstandes ersetzen kann. Wir raten dazu, diese Entscheidung mit dem Verstand zu treffen. Das Risiko einer Viruserkrankung (mit tödlichen oder Langzeitfolgen) rechtfertigt die Impfung. Der Schutz vermittelt durch eine Impfung überwiegt das geringe Risiko sehr selten und punktuell auftretender schwerer Nebenwirkungen. Jede einzelne geimpfte Person, egal welchen Alters, nimmt dem Virus eine Möglichkeit, sich erneut zu verändern. Jeder Schuss trifft das Virus.

Sind Kinder vor SARS-CoV-2 geschützt?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Das hat zu unterschiedlichen und verwirrenden Aussagen und Empfehlungen geführt, mit der Folge, dass bis jetzt keine Anpassungen in Schulen und Bildungseinrichtungen stattgefunden haben.

Folgendes wurde in der Wissenschaft beobachtet:

  1. Mütter, die geimpft sind oder eine Infektion durchlebt haben, geben ihre Antikörper durch die Muttermilch auf ihre Babys weiter. Antikörper schützen die Neugeborenen.
  2. Das Immunsystem der Kinder befindet sich bis zum zweiten Lebensjahr in der Entwicklung. Ein Schutz der Kleinkinder ist hier wichtig. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihren Kinderärzt*innen.
  3. Das Immunsystem der Kinder ist ein naives. Das bedeutet, dass Zellen, die Antikörper produzieren, sich erst ausbilden müssen. Dies wird überbrückt durch ein hochaktives angeborenes Immunsystem. Bei SARS-CoV-2 wurde beobachtet, dass das kindliche Immunsystem ein eindringendes SARS-CoV-2 noch vor einer Infektion ausschaltet, vernichtet. Das nennt man viral clearance. Oftmals ist eine solche Infektion nicht mehr nachweisbar und alle späteren Tests sind negativ, obwohl der Organismus bereits mit dem Virus konfrontiert wurde.
  4. Kinder scheinen weniger Rezeptoren (ACE2) im Mund-Nasen-Rachenraum zu haben als Erwachsene. Folglich kann weniger Virus diese Zellen infizieren. Das Risiko ist dadurch kleiner.
  5. Die Mischung aus allen vier Gegebenheiten schützt Kinder vor einer Infektion mit SARS-CoV-2. Ein individuelles Risiko ist auch bei Kindern gegeben, abhängig von der immunologischen Voraussetzung, dem individuellen Verhalten und der Lebenssituation und -weise. Die Delta-Variante infiziert auch mehr Kinder und Jugendliche. Long-COVID tritt bei den Jungen genauso oft auf, wie bei den Erwachsenen.

Aus diesem Grund ist anzuraten, Kinder und Jugendliche ab jetzt genauso gut zu schützen, wie alle Erwachsenen und Älteren.

Long-COVID-Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten

Long-COVID tritt bei 10 – 30 % aller Infizierten auf, unabhängig davon, ob Behandlung oder Hospitalisierung nötig war oder nicht.

https://www.nature.com/articles/s41587-021-00984-7

Long COVID tritt vermehrt nach Hospitalisierungen auf, oft auch nach dem Auftreten von Symptomen, häufiger bei Frauen und bei älteren Menschen, aber regelmäßig auch in Jüngeren im Alter von 20 bis 50 Jahren. In den USA werden aus dem komplexen Syndrom der Long-COVID-Patient*innen einzelne Symptome heruntergebrochen und einzeln behandelt. Das ist der Trend, der sich abzeichnet. Ein paar wenige experimentelle Wirkstoffe werden derzeit getestet. Behandlung geschieht derzeit punktuell symptomatisch, denn die Krankheit wird derzeit noch erforscht. In den USA wurden Programme aufgelegt, die eine Entwicklung neuer Medikamente ermöglichen sollen. Ob dies gelingt, weiss man nicht. Erfahrungsgemäß hat es bei HIV/AIDS über 20 Jahre gedauert, bis Medikamente zur Hand waren, die lebensverlängernd waren. In anderen Worten: Es wird seine Zeit dauern.

Wie wird eine zukünftige Entwicklung des Virus aussehen?

Wir als Virologen erwarten durch die virale Evolution mit der Zeit eine Anpassung des Virus an den Menschen. Auf diesem Weg werden sich gefährlichere Varianten ausbilden, und weniger gefährliche. Es werden Varianten dabei sein, die heftigere Infektionswellen verursachen, und andere Virusvarianten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Eine menschliche Generation erstreckt sich über 30 Jahre, was nichts anderes bedeutet als dass sich das Immunsystem des Menschen nur langsam an das Virus anpassen kann. Der virale Lebenszyklus ist deutlich schneller. Wir müssen und wir sollten uns schützen, bis sich das Virus in ein paar Jahrzehnten zu einer normalen Erkältungserkrankung abgeschwächt hat. Bis dahin vergeht ein langer Zeitraum, und wir können uns nur schützen durch eine Impfung, unser Verhalten und die Anwendung der Schutzmaßnahmen.

Es fehlen derzeit noch Medikamente zur Akut- und Langzeitbehandlung, und vor allem zur VORBEUGUNG. SAJO bietet diese Wirkstoffentwicklung an. Wir haben die Schlüsseltechnologie und das Know-how. Sie haben vielleicht die finanziellen Mittel? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Sie gewinnen durch neue Wirkstoffe der nächsten Generation, gut verträglich, hoch effizient und vielleicht für sich selbst und Ihre Familie. Durch Ihre Investition sind Sie an einem wachsenden Markt beteiligt. Wir gehen diesen Weg gemeinsam, und wir werden die Welt, die Lebensumstände verbessern.

Ist eine Überarbeitung von Gebäuden sinnvoll?

Maßnahmen zur Aufrüstung von Gebäuden, in denen viele Menschen arbeiten und verkehren, sind notwendig, wenn der Winter ohne größere Ausbrüche ablaufen soll. Hier benötigen wir neue und aktuelle Lüftungssysteme, die einen Infektionsschutz gewähren. SAJO berät Sie zu diesem Thema sehr gerne, unser Schwerpunkt liegt auf dem Infektionsschutz. Wir vermitteln Ihnen gerne passende Fachfirmen und Techniker. Investitionen auf diesem Gebiet werden sich auszahlen, denn die augenblickliche Pandemie und zukünftige Pandemien werden uns weiter begleiten. Geschäfte, Institutionen, Hotels, Restaurants, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, alle Einrichtungen, die mit einem hohen Standard an Lüftungssystemen für den Infektionsschutz (!) ausgestattet sind, haben dann einen Wettbewerbsvorteil. Die Politik könnte hier Finanzierungsförderung anbieten.

Viele Hotels, auch Neubauten, scheiden aufgrund von unsinnigen, aber neuen Lüftungsanlagen aus, denn diese verteilen das Virus von Infizierten durch das ganze Lüftungssystem. So überträgt sich das Virus, über Aerosole. Erinnern Sie sich an Kreuzfahrtschiffe, die in Quarantäne alle Reisenden über die Lüftung infiziert haben? Lüftungssysteme sind entscheidend. Dies gilt auch für die Abluft. Abluft sollte nach oben abgeleitet werden, und vorher desinfiziert werden, und NICHT, wie oft gesehen, Passanten ins Gesicht geblasen werden.

Wir betonen, keine Interessensgruppen zu vertreten, außer Bürgerinnen und Bürger, die gesund bleiben wollen. Es nützt nichts, vor den Tatsachen die Augen zu verschließen. Die Probleme, die die Pandemie uns beschert, kann man aufschieben, aber, wie man an den Schulen sieht, für die sich nicht einmal viele Direktor*innen selbst verantwortlich fühlen, lösen sich diese Probleme nicht von selbst. Es ist Zeit, dass wir dies als Herausforderung sportlich annehmen, und dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft.

Wie wäre es, die Parteien zu wählen – im Jahr der Wahl – die diese Herausforderungen jetzt anpacken und Lösungsvorschläge präsentieren? Schließlich will keiner „die Katze im Sack“ für die nächsten Jahre an der Regierung sehen mit all den Konsequenzen, die das nach sich ziehen wird.

Nun widmen wir uns dem Sommer:

Da viele Deutsche in den Urlaub fahren, Deutschland ist das Land der Urlauber*innen, möchten wir einen Tipp zur Hygiene geben. Wir empfehlen Ihnen aufmerksam in Ihrer Unterkunft zu sein.

Eine Anmerkung: Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln und Speisen für Dritte, ob in Restaurants, Imbissständen, Take-out, Kantinen, auch in Supermärkten wäre eine erhöhte Einführung von Hygienerichtlinien notwendig, wie Infektionswellen von Norovirus, Rotaviren, oder weiteren Infektionskrankheiten wie damals EHEC oder auch Helicobacter Infektionen über Nahrungsmittel zeigen. Das würde bedeuten, dass bei der Zubereitung von Lebensmitteln das Tragen von FFP2-Masken und von Einmalhandschuhen, mit dem korrekten Umgang und entsprechenden Hygieneschulungen, notwendig wäre.

Was bedeutet ein fäkal-oraler Übertragungsweg? Das bedeutet, dass (nach dem Toilettenbesuch) keine ausreichende Händehygiene stattgefunden hat, und das Pathogen, ob Norovirus, Rotavirus, Salmonellen oder auch zahlreiche andere Krankheitserreger auf Nahrungsmitteln landen, durch die Nahrungsaufnahme in den Magen-Darm-Trakt gelangen und dort erfolgreich infizieren können, mit der Folge entsprechender Krankheitssymptome, wie Unwohlsein, Übelkeit, Fieber, Magen- und Bauchschmerzen, Diarrhoe (Durchfall), usw.

Da sich SARS-CoV-2 über Lüftungssysteme verbreitet, meiden wir persönlich Hotels, Flugzeuge, Schiffe, Restaurants, usw. Locations, die eine Übertragung ermöglichen, oder Menschenansammlungen. Sollte es nicht vermeidbar sein, wie im Notfall des Hochwassers, tragen wir FFP-2 Masken.

Wir verbringen unseren Sommer mit SAJO und in unserer freien Zeit in der Natur, im Garten. Gemüse- und Obstanbau als Hobbygärtner bereiten uns Freude. Zugegeben, der Sommer ist kälter und feuchter als die letzten Sommer. Der Regen tut den Pflanzen und den Wäldern gut, wenn es nicht zu viel in zu kurzer Zeit ist und zu Starkregen und Überschwemmungen führt.

Sabines persönliche Empfehlung für diesen Sommer zur Musik und Literatur:

Musikalisch habe ich die Aufzeichnung eines Konzerts in der Berliner Waldbühne mit Wayne Marshall sehr genossen. Gershwin und Bernstein, mit viel Elan gespielt, verjazzt, und teils untermalt mit Motiven der Filmmusik, war sehr beeindruckend. Es war eine der besten Interpretationen und musikalischen Highlights der letzten Jahre.

Der Sommernachtsmusik am Odeonsplatz in München (aufgezeichnet) mit Yuja Wang am Klavier, das zweite Klavierkonzert von Rachmaninoff, wunderbar gespielt, souverän, mit einem starken musikalischen Ausdruck, gebe ich meine Höchstnote. Persönlich liebe ich die Klavierkonzerte von Rachmaninoff, und wünschte, ich würde sie selbst perfekt und vollständig spielen. Yuja Wang bezaubert, verzaubert mit ihrem starken musikalischen Ausdruck, charismatisch, und bis jetzt unvergleichlich.

Klassik am Odeonsplatz mit Sol Gabetta war wunderbar, und der Feuervogel von Strawinsky entsprechend dem Titel eine beeindruckende musikalische Darbietung. Sol Gabetta bezaubert mit ihrem Cello immer wieder.

Die Pianisten Anderson & Roe zeigen in „When words fade” wunderbare und unterschiedliche Interpretationen von Melodien aus Carmen, und den Papageno aus Mozarts Zauberflöte, oder Werke von Radiohead. Diese CD ist sehr zu empfehlen.

Die Amerikanerin Stella Chen gewann 2019 den ersten Preis des internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs für Violine. Stella Chen überzeugte als Ausnahmetalent mit einer sehr starken und sehr einfühlenden Art ihre Violine erklingen zu lassen mit dem Violinkonzert op.35 von Tschaikowsky. Persönlich habe ich noch bei keinen Violinist*innen eine so starke und gleichzeitig berührende Art gehört, in den reinsten Tönen, wie bei dieser jungen Musikerin. Für mich ist sie ein Ausnahmetalent, das ich nur empfehlen kann. Stella Chen berührt und gewinnt mit Ihrer Art, ihre Violine erklingen zu lassen, die Herzen der Menschen. Sie hat mich im wahrsten Sinne verzaubert. Das Konzert wird auf dem TV-Kanal „arte concerts“ gezeigt.

Als kleine Lektüre mit großer Wirkung empfehle ich in diesem Sommer „Jeder Mensch“ von Ferdinand von Schirach, mit einer Erweiterung der europäischen Grundrechte. Bisher sind diese Formulierungen nur als Absichtserklärungen eingetragen, und damit nicht rechtlich bindend. Letzteres wäre aber entscheidend zum Schutz aller europäischen Bürgerinnen und Bürger. Wir unterstützen diese Petition und haben sie auch unterzeichnet. Online finden Sie diese auf einer EU-Seite in deutscher und englischer Sprache.

https://you.wemove.eu/campaigns/fur-neue-grundrechte-in-europa

Eine weitere kleine Lektüre mit großer Wirkung ist „Streiten? Unbedingt!“ von Michel Friedman, in dem er die fehlende Streit- und Diskussionskultur in der deutschen Gesellschaft erörtert. Die Anwesenheit einer entsprechenden Streitkultur würde unser Land, unsere Gesellschaft deutlich nach vorne bringen, und nicht weiterhin einen Mantel des Schweigens über das Vergangene und das Bestehende hüllen. Stillstand der Gesellschaft bedeutet immer Rückschritt. Eine Demokratie kann sich ohne Diskussion und Streitgespräche, Auseinandersetzungen, nicht weiterentwickeln. Menschen, Gruppen, die nicht gehört werden, seilen sich ab, werden zu Aussteigern, werden aggressiv, und unter Umständen radikal. Diese Entwicklung gilt es zu vermeiden. Diskussionen, die Beherrschung einer gemeinsamen Sprache, bedeuten Austausch und die Möglichkeit einen Konsens zu finden, um ein Miteinander zu ermöglichen. Demokratie ist für alle da, und das ist das Wunderbare daran. Unsere Demokratie bietet uns Wohlstand und Freiheit, unseren Lebensstil. Wenn wir wollen, dann können wir durch unsere Demokratie und die Unterstützung dieser unser Leben beibehalten. Als Demokraten sind wir davon überzeugt, dass es das unbedingt wert ist.

Literatur, die ich gerne lese, ist Fachliteratur. Neues aus der Wissenschaft, aus verschiedenen Disziplinen. Die Pandemie lehrt uns gerade Lektionen der Evolution, Lektionen der Epidemiologie, und der Virologie. Es ist unglaublich spannend. Wissenschaft begeistert und fesselt. Es ist wie eine Droge, es macht abhängig. Einmal diese Erfahrung gemacht, kommt man nicht mehr davon los. Die Natur ist präsent und vor unseren Augen. Diese Pandemie wird uns noch so einige Lektionen erteilen und das Vergrößerungsglas auf Missstände und Versäumnisse richten. Die Frage ist, wie wir damit umgehen wollen. Schwerfälligkeit ist hier nicht mehr angebracht. Besser wäre zu korrigieren, auszubessern und den Fortschritt einzuleiten.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Sommer, am besten an die Situation angepasst, damit fahren Sie am besten! Mit gutem Spirit, mit Musik, die Ihnen gefällt, sei es Klassik, Jazz, Pop, oder Ihren Lieblings-Radiosender oder Streaming Dienst. Vielleicht auch mal eine andere Musik als gewohnt? Musik verschönert, bezaubert, fesselt und setzt positive Emotionen frei.

Hätte ich zwei Wünsche, dann würde ich mir im Sommer mehr Open-Air-Festivals für Klassik wünschen, und mehr Konzerte im Internet, fairerweise gegen Bezahlung für die Musikerinnen und Musiker. Ich wünsche mir mehr Konzerte, die ich digital besuchen kann. Konzerte zu besuchen, die keine Schutzmaßnahmen – TROTZ Impfung oder Test – einhalten, sind wegen den neuen Virusvarianten tabu. Bilder von den Salzburger Festspielen 2021 zu sehen, schockieren uns als Virolog*innen.

Mein größter Wunsch ist aber einen Fortschritt sehen zu können, der der Menschheit eine gute Zukunft ermöglichen würde.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer und hoffe, dass die Situation für alle Betroffenen der Pandemie und von Naturkatastrophen besser wird.

Auf bald,

Ihre Sabine Breun und Jörg Baumann

SAJO berät rund um Infektionskrankheiten. Wir wenden unser Wissen an, das wir aus der Infektionsforschung über mehr als 20 Jahre international erarbeitet haben. Wir tun, was wir können, um diese Pandemie zu bekämpfen.

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Blog post No. 187. Unser Blog erfährt eine breite Akzeptanz, was uns sehr erfreut, wir teilen gerne unser Wissen. Einzelne Beiträge und Inhalte werden von zahlreichen anderen übernommen, auch von vielen Medien. Wir haben noch gelernt, wie man richtig zitiert, und es würde uns umgekehrt auch erfreuen. Außerdem: Bitte empfehlen Sie unseren Blog weiter – ein informatives Werkzeug im Kampf gegen Pandemien.

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